Für einen starken ÖV und faire Flugpreise
umverkehR startet voraussichtlich Ende April die nationale Volksinitiative für einen starken öffentlichen Verkehr und faire Flugpreise (Mobilitätsbon-Initiative). Die Initiative sieht die Einführung einer Flugticketabgabe vor. Wer mehr Treibhausgase verursacht – Vielflieger*innen oder Luxusreisende –, zahlt auch mehr. Ein Teil der Einnahmen wird für den Ausbau von grenzüberschreitenden Zuglinien eingesetzt. Der grösste Teil wird direkt an die Bevölkerung ausbezahlt. Gewöhnliche Menschen, die nicht oder wenig fliegen, bekommen dadurch mehr Geld für ihre Mobilität.
Die Initiative kurz erklärt
Heute ist eine Zugfahrt oft teurer als ein Flug, obwohl dieser die Umwelt viel stärker belastet. Der Flugverkehr wird nämlich indirekt durch Steuerbefreiungen subventioniert. Die Mobilitätsbon-Initiative will diese Ungleichbehandlung zwischen Zug und Flug korrigieren und faire Rahmenbedingungen für umweltfreundliches Reisen schaffen.
Die Mobilitätsbon-Initiative fordert eine Abgabe auf Flugtickets, die auf Basis der Flugdistanz und -klasse berechnet wird. Wer oft fliegt, lange Strecken zurücklegt oder in der Business- oder First-Class reist, zahlt mehr. Und die Abgabe ist für Privatjets nochmals höher.
Die Einnahmen werden verwendet für:
- Den Mobilitätsbon: Jede in der Schweiz lebende Person bekommt jährlich einen Gutschein im Wert von über 100.– Franken, den sie für den regionalen, nationalen und internationalen öffentlichen Verkehr einlösen kann.
- Investitionen in den grenzüberschreitenden Schienenverkehr: Bezahlbare und direkte Zugangebote machen das Reisen auf der Schiene attraktiver.
Mit dieser Initiative hat 90 % der Bevölkerung dank dem Mobilitätsbon mehr Geld im Portemonnaie. Nur Personen, die übermässig viel fliegen (privat oder beruflich), zahlen über die Flugticketabgabe mehr, als sie über den Mobilitätsbon bekommen.
